Geschichte der Burg Heinfels

Burg Heinfels um 1800
Burg Heinfels, ca. 1800, Bleistiftzeichnung, vermutlich von Ignaz Mathias Paprion,
1752 – 1812 (Pfarrer und Heimatforscher), Pfarrarchiv Sillian.
Nach dem Aussterben der Görzer um 1500 gelangte Heinfels mit der gesamten Herrschaft an Kaiser Maximilian I. Von 1654 bis 1783 befand sich die Burg im Besitz des königlichen Damenstiftes in Hall, wurde dann Staatseigentum. 1833 ging die Burg in den Besitz jener 18 Gemeinden über, die innerhalb des ehemaligen Gerichtes Heinfels lagen. Sie quartierten hier Arme und Obdachlose ein. Von 1880 bis 1910 diente die Burg zur Unterbringung des Militärs. Von der Marktgemeinde Sillian, seit 1936 alleiniger Inhaber, gelangte die Burg in Privatbesitz.
Burg Heinfels Westansicht
Die Burg gegen Osten, mit Westtrakt, Bergfried („Hunnenturm“) und
Mauerresten des eingestürzten Palas.
Im Jahre 2005 erwarb das Unternehmen Loacker in Abstimmung mit den Gemeinden Heinfels und Sillian die Burg Heinfels mit der Absicht einer Revitalisierung der Anlage. Im Vordergrund steht dabei, dass die Burg wieder öffentlich zugänglich gemacht werden soll und ein Mittelpunkt des öffentlichen Lebens im Hochpustertal werden soll, vor allem in kultureller und touristischer Hinsicht. Geplant ist dabei eine gemischte öffentliche und privatwirtschaftliche (gastronomische) Nutzung. Um dieses Ziel zu erreichen, ist in einem ersten Schritt eine nachhaltige Grundsanierung von großer Dringlichkeit, um einen weiteren Verfall der Burganlage zu verhindern und diese für die kommenden Generationen als weithin sichtbare, mit Leben erfüllte, Burganlage zu erhalten.

In den kommenden Jahren gilt es nun die Grundsanierung der Burg Heinfels voranzutreiben und sinnvolle öffentliche Nutzungskonzepte zu entwickeln, wobei dies alles nur durch die gemeinsame und koordinierte Anstrengung von Seiten des Landes Tirol, des Bundesdenkmalamtes, der Gemeinden des Hochpustertals, der Firma Loacker aber auch der lokalen Bevölkerung und Wirtschaft gelingen kann.